Risikogruppen
Wer besonders gefährdet ist
Ältere Menschen
Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich die Wärmeregulation: Ältere schwitzen weniger und haben ein vermindertes Durstempfinden, was das Risiko einer Dehydration erhöht. Besonders gefährdet sind alleinlebende oder mobil eingeschränkte Personen. Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes oder Demenz verstärken die Belastung.
Personen mit Vorerkrankungen
Menschen mit chronischen Erkrankungen reagieren besonders empfindlich auf Hitze. Betroffen sind insbesondere Herz- und Lungenerkrankungen, Diabetes, Übergewicht, Krebs, Demenz oder psychische Erkrankungen. Hitze kann bestehende Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung, Kreislaufprobleme oder Herzrhythmusstörungen verschlimmern. Viele Betroffene nehmen regelmässig Medikamente ein, deren Wirkung bei hohen Temperaturen nachlassen oder die die Wärmeregulation zusätzlich belasten, wie Blutdrucksenker, entwässernde Mittel, Schmerzmittel, Psychopharmaka oder anticholinerge Medikamente. Psychische Erkrankungen erhöhen das Risiko weiter, da Depressionen, Angststörungen oder alkoholbedingte Probleme die Selbstfürsorge beeinträchtigen können.
Schwangere und ungeborene Kinder
Schwangere sind besonders hitzeempfindlich, da ihr Körper durch erhöhten Stoffwechsel, gesteigerte Blutzirkulation und hormonelle Veränderungen mehr Wärme produziert. Hohe Temperaturen können Kreislaufprobleme, Müdigkeit und schwere Beine auslösen. Hitze kann sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind gefährlich werden: Das Risiko für Früh- oder Fehlgeburten steigt, das Geburtsgewicht kann vermindert sein, und die Entwick-lung von Gehirn und Organen kann beeinträchtigt werden.
Säuglinge und Kleinkinder
Säuglinge und Kleinkinder benötigen besonderen Schutz, da ihr Körper im Verhältnis weniger Schweissdrüsen besitzt und die Temperaturregulation noch nicht voll ausgebildet ist. Sie überhitzen schneller und sind anfälliger für Dehydration. An Tagen mit hoher Ozonbelastung steigt die gesundheitliche Belastung zusätzlich, da Kinder einen höheren Sauerstoffbedarf haben.
Personen, die draussen arbeiten
Hohe Umgebungstemperaturen beeinträchtigen die körperliche Leistungsfähigkeit, das Wohlbefinden und das Herz-Kreislauf-System. Besonders bei körperlich anstrengender Arbeit im Freien kann es bereits ab 25 °C zu Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag kommen.
Personen, die in Gebäuden leben oder arbeiten, die sich schlecht kühlen lassen
Innenräume können sich stark aufheizen und die Gesundheit belasten. Menschen, die in schlecht gedämmten oder schlecht belüfteten Gebäuden leben oder arbeiten, sind einer dauerhaften Hitzebelastung ausgesetzt. Dies kann zu Schlafproblemen, Konzentrationsstörungen, Kreislaufbeschwerden und Erschöpfung führen, weshalb Hitzeschutz auch innerhalb von Gebäuden wichtig ist.

